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An alle Mitarbeiter

Anhang zur Arbeitsordnung und zum Tarifvertrag

"Arbeitsbefreiung in bestimmten Fällen"

1.) Krankheitsfall:

Krankheit ins keine Entschuldigung. Auch ein Attest Ihres Arztes ist
kein Beweis, denn wenn Sie in der Lage waren, den Arzt aufzusuchen,
hätten Sie auch zur Arbeit kommen können.
 

2.) Todesfall in der Familie

Wird nicht entschuldigt. Für den Verblichenen können Sie nichts mehr
tun und jemand anderes kann genauso gut die notwendigen Maßnahmen
treffen. Wenn Sie die Beerdigung auf den späten Nachmittag legen, geben
wir Ihnen gerne eine halbe Stunde früher frei, vorausgesetzt, Sie sind mit
Ihrer Arbeit fertig!
 

3.) Eigener Todesfall

Hier dürfen Sie mit unserem Verständnis rechnen, wenn :

a) Sie uns zwei Wochen vorher über Ihr Ableben informieren, damit wir
    rechtzeitig eine neue Kraft einstellen können.

b) Sie spätestens bis 8.00 Uhr morgens anrufen, damit wir
     entsprechende Maßnahmen einleiten können.

c) Ihre und die Unterschrift des behandelden Arztes vorliegen, dass Sie
    verstorben sind. Liegen beide Unterschriften nicht vor, werden Ihnen die
    Fehlzeiten vom Jahresurlaub abgezogen.
 

4.) Operation

Chirurgische Eingriffe an unseren Arbeitskräften sind untersagt. Wir
haben Sie so eingestellt, wie Sie sind. Die Entfernung oder Veränderung
eines teils von Ihnen verstößt gegen den vereinbarten Arbeitsvertrag.

 

5.) Silber- oder Goldene Hochzeit

Für derartige Anlässe kann keine Freistellung gewährt werden. Wenn
Sie es 25- oder gar 50 Jahre mit dem gleichen Menschen verheiratet sind,
seien Sie froh, wenn Sie zur Arbeit gehen dürfen.

 

6.) Geburtstag

Dass Sie geboren wurden, ist sicher nicht ihr Verdienst. Darum sehen
wir keine Veranlassung, Ihnen in solchen Fällen eine Freistellung zu gewähren.
 

7.) Geburt eines Kindes

Für derartige Fehltritte unserer Angestellten ist natürlich keine
Arbeitsbefreiung vorgesehen. Sie hatten ja schon Ihren Spaß.

 

Erkenntnis

Als ich heute früh zur Arbeit eilte,

begegnete mir Jesus und sprach :

"Mein Sohn, wohin gehst Du?"

"Ich gehe zur Arbeit, mein Herr."

Da leuchtete das Antlitz des Herren und er fragte

mich, bei welcher Firma ich denn beschäftigt sei.

Als ich ihm den Namen meiner Firma sagte,

verfinsterte sich sein Antlitz, schwarze

Gewitterwolken zogen am Himmel auf

und es blitzte und donnerte, so dass ich Angst

im Herzen verspürte und vor dem Herrn zu Boden sank.

Doch der Herr sprach:

" Fürchte Dich nicht, denn Du bist ohne Schuld."

Er legte seine Hand auf mein Haupt und fragte:

"Sag, mein Sohn, welches Entgelt erhältst Du für

Deine schwere Arbeit von Deinem Arbeitsherrn?"

Als Jesus die Höhe meines Gehaltes erfuhr,

setzte er sich zu mir und wir weinten

bittere Tränen !

Stoßseufzer eines Vorgesetzten

Kommt man morgens zu spät, ist man ein schlechtes Vorbild;
kommt man pünktlich, ist man ein Aufpasser.

Ist man zu seinen Mitarbeitern freundlich, will man sich anbiedern;
ist man zurückhaltend, gilt man als hochnäsig.

Kümmert man sich um die Arbeit seiner Leute, ist man ein Schnüffler;
tut man es nicht, hat man von der Sache überhaupt keine Ahnung.

Geht man oft zum Chef, ist man ein Radfahrer;
geht man selten, traut man sich nicht.

Hält man Konferenzen ab, ist man ein Schwätzer;
hält man keine ab, ist man ein "Mann der einsamen Beschlüsse"

Ist man schon etwas älter, gilt man als verkalkt;
ist man noch jung, fehlt die Erfahrung des Alters.

Bleibt man abends länger, markiert man den Überbeschäftigten;
geht man pünktlich, fehlt das Firmeninteresse.

Stimmt man sich mit seinen Kollegen ab, ist man ein Rückversicherer;
tut man es nicht, ist man ein Eigenbrötler.

Trifft man schnelle Entscheidungen, ist man oberflächlich;
lässt man sich Zeit, mangelt es an Entschlusskraft.

Nimmt man Urlaub, nutz man seine Stellung aus;
nimmt man keinen, fürchtet man um seine Stellung.

Ist man sehr genau, gilt man als pingelig;
ist man es nicht, lässt man die Zügle schleifen.

Hat man neue Ideen, ist man ein Phantast;
bleibt man beim alten, ist man rückständig.

Delegiert man viel, spielt man den Generaldirektor;
delegiert man nichts, spielt man den unersetzlichen.

 

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