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Tivoli - Tanz- und Ausflugslokal Stettiner Straße 78, jwd in der Chaussee nach Pasewalk Der Brauereibesitzer Boeldicke kauft aus dem Flurstück des Bauern Daniel Kluth ein Grundstück und errichtet darauf mit Baugenehmigung vorn März 1860 ein Ausflugslokal. Im Jahr 1863 wurde der Betrieb mit Haus, Grundstück und Garten an der Gastwirt Künstler verkauft. Von jetzt an begann bis zum Verkauf im Jahr 1911 die Ära Künstler. Das Lokal wurde immer von Familienmitgliedern der Künstler betrieben, durch Heirat der Töchter natürlich jeweils unter anderen Namen. 1875 wurden die Söhne Max und Franz Künstler Eigentümer des Ausflugslokals. Im Jahr 1887 übernahm die Witwe Künstler das Restaurant und wurde als Eigentümer eingetragen. Frau Künstler ist eine geborene Schuhmacher. Der Betrieb blieb in Familienbesitz, als im Jahr 1893 Frau Therese Degosang, geb. Schuhmacher, das Etablissement übernahm. Sechs Jahre später, 1899 ging der Gaststättenbetrieb an den Gastwirt Max Schuhmacher über. Erstmals nach vierzig Jahren wurden größere Umbauten vorgenommen. Nach Bauantrag vom 17.05.1899 werden Gebäudeanbauten erstellt und ein Toilettenneubau entsteht. Am 05. April 1900 wird eine Kegelbahn gebaut. Das Lokal sollte noch weitere zehn Jahre bestehen und seinen Gästen Amüsemet und Erholung bieten. Im Jahr 1911 kam dann das Ende. Der letzte Eigentümer verkaufte das Gebäude am 14. November 1911 an die Zuckerfabrik Strasburg, Niederlassung Prenzlau. Das Grundstück wurde in das Fabrikgelände mit einbezogen und das Gebäude noch bis ins Jahr 1990 als Wohnhaus genutzt.3 Autor Herr B. Heese, Geschichtsverein Prenzlau 3Quelle:
Seckt, Johann Samuel: Versuch einer Geschichte der Uckermärkischen Hauptstadt
Prenzlau, Teil II., 1787 |
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