Stadtinfo

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Aus der Geschichte der Stadt Prenzlau

Jahr

Begebenheit

1188

"Burg Prenzlau mit Markt und Krug" in der Urkunde von Papst Clement III. erwähnt

1188 Prenzlau hat eine Münzprägestätte

1234

Verleihung des Stadtrechts nach magdeburgischem Muster durch Barnim I. von Pommern

1235

Baubeginn der Marienkirche

1250

Die Askanier erobern das Gebiet und beherrschen die Stadt bis 1319

1252

Der Stadt werden die Wasserrechte auf dem Uckerfluss bis zur pommerschen
Landesgrenze und Zollfreiheit für ihre Waren in ganz Brandenburg gewährt

1255

Prenzlau und die Uckermark gelangen unter brandenburgische Herrschaft
Zwischen 1320 und 1426 wechselnde Herrschaft der pommerschen und
brandenburgischen Herzöge - seit 1426 im Besitz der Brandenburger Hohenzollern

1275

Baubeginn des Dominikanerklosters, heute Museum und Kulturstätte

1287

Erteilung des Rechts, die Stadt mit Mauern und Türmen zu umgeben
Entstehung der mittelalterlichen Wehranlage 2,6 km lang, 
Mauer bis 9m hoch und 2m dick und 60 Wehrtürmen, 4 Stadttoren

1289

- 1340  Errichtung des Hallenbaus der Marienkirche

um 1300

Einrichtung der ersten Münzprägestätte

1303

Am 1. April erhält die "Grüne Apotheke" in Prenzlau ihr Privileg

1303

Gerät das Uckerland unter dänisch-pommersche Herrschaft, Prenzlau,
Pasewalk und Templin schließen in Pasewalk einen Städtebund
unter der Vorherrschaft des Königs von Dänemark

1324

Die Stadt erhält das Recht, die Schifffahrt mit 2 Prahmen auf dem Uckersee
zwischen Prenzlau und Steglitz durchzuführen, die 1655 noch im Gebrauch sind

1331

Erobern die Prenzlauer Bürger das dem von Beenz gehörige feste
Raubritterschloss zu Hindenburg (heute Lindenhagen) und zerstören es

1379

Verbinden sich die Städte Prenzlau, Templin und Strasburg mit anderen
pommerschen Städten zum Schutz gegen die Raubritter

14./15.Jh

Die Stadt gelangt mehrfach unter die Herrschaft der Pommern, Hohenzollern
und Mecklenburger. Aufblühen des Handwerks und Handels

1441

Wird der erste kaufmännische Verein, die "Krahmergilde" gebildet

1445

Werden 200 Prenzlauer Bürger von zahlenmäßig unterlegenen Pasewalkern gefangen
Vom prenzlauer Lösegeld erbauten die Pasewalker den Wachturm "Kiek in de Mark"

1465

Erste geschriebene Stadtordnung - Zuerkennung des Namens
"Uckermark" für unsere Heimat

1483

am 15.06. brennt die Stadt im Grund aus

1496

Errichtung eines steinernen Rolands mit Schwert in der rechten Hand

1543

Reformation-Säkularisierung der drei Klöster
Im 16 Jahrhundert ist Prenzlau die fünftgrößte Stadt der Mark Brandenburg

1622

Ließ der Rath zur Verhütung von Feuerschäden eine Kupferne Wasserkunst
machen - Wahrscheinlich eine Feuerspritze -

1625

Beginn der Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges in Prenzlau. Ständige Verwüstungen, Plünderungen und Zerstörungen,  1628/1643 Zerstörung der Stadt

1626

Waren hier 60 Tuchmacher, die 182 Stücke Tuch verfertigten. Zu dieser Zeit hatte Prenzlau 787 Feuerstellen, 574 Eigentümer, 213 Botenläufer, Tagelöhner und Futterschneider

1629

Musste die Stadt 17.000 Thaler Contribution aufbringen

1630

Starben 4.000 Menschen an der Pest, die 25 Wochen hindurch wütete

1632

Aufbahrung des in der Schlacht bei Lützen gefallenen Königs
Gustav Adolf von Schweden in der Marienkirche

1643

Waren von den 787 Häusern nur noch 107 bewohnt, 314 standen leer, 366 waren ganz geschleift und nichts mehr davon übrig. Es gab nur noch 10 Tuchmacher,
die insgesamt 21 Stück Tuch fabrizierten

1665

Am 6. Juni wurde die Genehmigung erteilt, "eine ordinäre Post fuhr zwischen
Prenzlau und Berlin auf 2 oder 3 Jahre anzulegen"

1674

24. Dezember erneute Besetzung durch die Schweden,
die bis 14. Februar 1675 in Prenzlau verblieben und schrecklich hausten

1682

wurde beim Magistrat der Stadt angeregt, den Uckerstrom bis Pasewalk mit einem Kostenaufwand von 2–3.000 Talern schiffbar zu machen. Es kam aber nicht zur Ausführung

1691

waren an der lateinischen Schule 6 Lehrer beschäftigt. Damals war die Prima
von 17 Zuhörern (Lehrlinge genannt) besucht. Unter diesen befand sich nur ein
Stadtkind und 6 Auswärtige aus der Uckermark, die übrigen waren "Ausländer",
meistens Mecklenburger. In der Sekunda waren 19 Lehrlinge
(8 Stadtkinder, 10 Auswärtige und 1 Ausländer)

1699

waren hier wieder 14 Tuchmacher tätig, die 185 Stück Zeug verfertigten

1704

Schwanenjagd König Friedrichs I. auf dem Unteruckersee,
führt 1705 zur Aufnahme des Schwans in das Stadtwappen

1705

Eröffnung der ersten Druckerei von Heinrich Denhard

1710

wurde zur Beförderung der Posten ein Posthalter angenommen

1710

- 1711  wütete die Pest der 681 Prenzlauer zum Opfer fielen

1712

wurde eine fahrende Post zwischen Prenzlau und Strelitz über Woldegk
und 1716 zwischen Prenzlau und Strelitz über Templin und Lychen eingerichtet,
1725 zwischen Prenzlau und Strasburg

1724

Rathausbau im Barockstil unter Verwendung von Teilen des
gotischen Baus aus dem Mittelalter

1740

war ein so strenger Winter, dass das Eis auf dem Uckersee 11/2 Elle dick war
und viele Gewässer bis auf den Grund ausfroren.

1756

hausten vom 02.10. – 03.12. 1500 Schweden in Prenzlau und erpreßten 2.300 Thaler.
Sie wurden am 03.12. von 5 Postillionen bei Haßleben durch eine Kriegslist vertrieben.
1758 lagerte in der Umgebung der Stadt wiederum eine schwedische Armee von 20.000 Mann, die von der Stadt 50.000 Thaler an Contribution und Lieferungen erpreßte.

1771

wurde eine Botenpost zwischen Prenzlau und Angermünde
zum Anschluss an die Stettin-Berliner Posten eingerichtet.

1783

wurden noch 64 Stück hier fabriziertes Tuch nach Norwegen ausgeführt

1784

Apotheker Schulze lässt in Prenzlau einen Montgolfierischen Luftballon steigen

1787

sind bearbeitete Felle und Häute im Werte von 13.000 Thalern nach Mecklenburg, Schwedisch Pommern, Böhmen, Mähren und Polen abgesetzt worden

1806

Prinz Hohenlohe kapituliert mit 10.000 preußischen Soldaten vor 1500 Franzosen
in Prenzlau nach der Schlacht von Auerstädt und Jena

1809

hat Prenzlau 7.808 Einwohner

1815

gab Ragoczy die Wochenschrift "Uckermärkischer Beobachter" zuerst heraus

1817

Einteilung der Uckermark in die Kreise Prenzlau, Templin und Angermünde

1825

Regelmäßige Landbriefbestellung, Einrichtung einer Fahrpost Prenzlau-Boitzenburg-Lychen

1828

Baubeginn der Chaussee von Prenzlau nach Berlin, 1834 der Chaussee nach Pasewalk

1831

hat Prenzlau 10.090 Einwohner,
es wurde eine tägliche Postverbindung zwischen Prenzlau und Angermünde hergestellt

1842

Einrichtung der Sparkasse des Kreises Prenzlau

1847

Prenzlauer Handwerksverein gegründet

1849

wurden die ersten Postfreimarken eingeführt,
ein Jahr später die ersten Postbriefkästen aufgestellt

1856

entsteht eine Eisengießerei und Maschinenbauanstalt

1858

wird in der Stadt die Stadtbeleuchtung eingeführt

1863

Eröffnung der Eisenbahnlinie Angermünde-Prenzlau-Anklam am 16. März,
ein Jahr später Weiterführung derselben bis Stralsund

1863

entsteht eine weitere Maschinenbauanstalt

1867

Hauptmann von Köpenick- Wilhelm Voigt - wird am 13. Februar
bei einer Urkundenfälschung ertappt und zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt

1868

wurde die Brauerei eröffnet

1872

wurde die Zuckerfabrik eröffnet

1879

wurden die Chausseen nach Schmölln, Fürstenwerder und Brüssow dem Verkehr übergeben

1881

18.05.   Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Prenzlau

1886

01.12.  wurde das neue Postamt bezogen

1899

Bau der Eisenbahnstrecke nach Templin

1902

Bau der Eisenbahnstrecke nach Löcknitz

1910

Prenzlau hat 20.000 Einwohner

1914-18

630 Prenzlauer Bürger fallen dem 1. Weltkrieg zum Opfer

1917

Hungerdemonstration berufstätiger Frauen in Prenzlau

1920

16. März, Generalstreik der Prenzlauer Arbeiter gegen die Kapp-Putschisten

1927-30

Infolge der Weltwirtschaftskrise gibt es in Prenzlau 1100 Arbeitslose

1933-45

Aufbau einer Rüstungsindustrie durch eine Filiale des Mansfeldwerkes
In der sogenannten "Kristallnacht" am 9. November 1938 wird die Synagoge in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte zertrümmert, jüdische Bürger verhaftet und deportiert,
Zerstörung des jüdischen Friedhofs im Stadtpakt
1937 wird Prenzlau Garnisionsstadt der Wehrmacht
23. 09.1943  wird Georg Littmann – Antifaschist aus Prenzlau – zum Tode verurteilt
1012 gefallene Prenzlauer wurden Opfer des faschistischen Eroberungskrieges
Am Ende des 2. Weltkrieges - im April 1945
- ist
Prenzlau zu 85 Prozent zerstört
und gehört zur sowjetischen Besatzungszone
Prenzlau zu 85 Prozent zerstört
und gehört zur sowjetischen Besatzungszone

1945

13.09.   Erlass einer Instruktion zur Durchführung der Bodenreform im Kreis
Oktober – Wiederaufnahme des Schulbetriebes

1946

- 1951  Enttrümmerung der Stadt

1949

Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. Schaffung einer
Maschinenausleihstation zur Erweiterung der Hilfe für die werktätigen Bauern

1952

Prenzlau kommt im Zuge der territorialen Aufteilung zum Bezirk Neubrandenburg

1952-56

Der Wiederaufbau der Stadt beginnt. Neben 390 Neubauwohnungen entsteht das Bahnhofsgebäude, das Kühlhaus, die Post, die Poliklinik, Kindergärten und ein Säuglingsheim. In der gleichen Zeit erhält Prenzlau ein Kreiskulturorchester, eine Volksmusikschule und werden die volkseigenen Betriebe VEB Uckermärker Brauerei, VEB Kraftverkehr und KFZ- Instandsetzungsbetrieb, VEB Bau-Union gegründet

1956-58

Neuerbaut wurden vom 1956 – 1957 das Filmtheater der Freundschaft,
von 1957 – 1958 das Hotel "Uckermark"

1957-58

29.04.   Gründung der ersten PGH des Malerhandwerks
04.07.  Gründung der PGH "Frieden und Aufbau" des Maschinenbau- und Schlosserhandwerks

1958

bestehen im Stadtgebiet Prenzlau die drei LPG "Glück auf" Prenzlau, "Neue Saat", Ortsteil Stegemannshof, "Edwin Hörnle", Ortsteil Alexanderhof mit insgesamt 573,88 ha

1958-69

Übergang von der traditionellen Bauweise zur Großblockbauweise
Insgesamt entstehen 2.055 Wohnungseinheiten, davon 1.351 in Großblocks
Erbaut werden ferner ein 10 000 t Getreidesilo des VEAB,
der VEB "Uckermärkischer Milchhof" mit Trockenmilchwerk, ein Großtanklager
des VEB Minol, der VEB " Landtechnisches Instandsetzungswerk"

1967

Grundsteinlegung zum Bau des Armaturenwerkes, 18. Mai

1969

Grundsteinlegung für eine 26 klassige polytechnische Oberschule in der Friedhofstraße,
in den Folgejahren weiterer Bau von Schulen und Kindertagesstätten

1970

Beginn der Restaurierungsarbeiten zum Wiederaufbau der Marienkirche

1981

Neubaugebiet Georg-Dreke-Ring fertiggestellt

1984

750 - Jahrfeier in Prenzlau und
Fertigstellung von 218 Wohnungen WBS 70 in der Straße der Republik - jetzt Friedrichstraße

1990

Die Bürger demonstrieren gegen die Stationierung russischer Hubschrauber in Prenzlau

1990

01.12.  Der "Uckermark Kurier" erscheint als unabhängige Heimatzeitung für die Uckermark

1991

21.08.  Sowjetische Kasernen sind freigezogen
08.08.  2.387 Bürger im Kreis Prenzlau arbeitslos
10.12.  erster Spatenstich für das Einkaufscenter am Georg-Dreke-Ring 

1992

07.02.  fast 4.500 Bürger im Kreis Prenzlau arbeitslos, Quote 22,6%
17.03.  Eröffnung des Marktkaufs-Centers
10.04.  erstes Kartentelefon am langen Markt in Betrieb genommen
29.04.  Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, Eingemeindung Seelübbe
23.07.  Uckermärker Milch GmbH – 60 Mio Objekt – in Betrieb genommen

1993

Kreisgebietsreform in Brandenburg - aus den Kreisen Angermünde, Prenzlau,
Templin und der kreisfreien Stadt Schwedt wird der Landkreis Uckermark gebildet
Prenzlau wird Hauptstadt der Uckermark

1993

Mai       450-jähriges Jubiläum des Gymnasiums
29.07.  Gründung der Stadtwerke Prenzlau GmbH
01.10.  Die Prenzlauer Sparkasse eröffnet ihr Hauptstellengebäude im
          neuerrichteten Einkaufs- und Dienstleistungscenter am Georg-Dreke-Ring
18.10.  Die Dresdner Bank eröffnet in der rekonstruierten Villa in der Stettiner Str. 11
12.11.  Gewerbegebiet Nord vor Prenzlau (Blindow) eröffnet
19.11.  Die Stadtstele, gestaltet von Jannulis Tembridis, wurde aufgestellt
25.11.  ORB Sender für Prenzlau errichtet

1994

15.06.  Der Mühlmannstift wird bezogen
04.07.  Drogist H.-L. Altmann erhielt den Umweltpreis des Landes Brandenburg
25.08.  Eröffnung der neuen Musikschule

1995

18.08.  Übergabe der Gesamtschule "C. F. Grabow" auf dem ehemaligen Kasernengelände
18.09.  Neue Kirchturmuhr für St. Marien
02.12.  Das "Haus des Kindes" wird in der Berliner Straße von der IG Frauen eröffnet

1996

02.03.   Prenzlauer Großsporthalle an der "C. F. Grabow-Gesamtschule" wird eröffnet
28.06.  Eröffnung der Freisportanlage der "C. F. Grabow-Schule"
24.07.  Das weltweit erste in Serie gefertigte "Bier am Stiel"
          verlässt die Prenzlauer Eiscremfabrik
07.09.  Brandenburg Tag ´96 in Prenzlau
04.10.  Eröffnung des Möbelhauses der Möbelwerke Prenzlau

1997

11.01.  Nicolaikirche erhält ein neues Dach
01.05.  Übergabe des Freizeitzentrums im Beisein des Ministerpräsidenten Stolpe
16.05.  Die Stadtwerke weihen die neue Kläranlage ein
08.10.  Übergabe der neugestalteten und ausgebauten Kietzstraße
01.11.  Wiedereröffnung Hotel "Uckermark"   
03.11.  Blindower Torturm erhält nach erfolgter Restaurierung eine Wetterfahne

Es bestehen Städtpartnerschaften / Freundschaften

zu

mit ca. Einwohnern

Prenzlauer Berg von Berlin 141.000
Buchholz in der Nordheide 35.000
Uster in der Schweiz 27.000
Emden 52.000
Swidwin in Polen 17.000
Pochwistnewo 27.000
 

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