Marderhund   (Nyctereutes procyonoides):

Aus Asien stammender, dem Waschbär sehr ähnlicher, kurzbeiniger Wildhund von 50 - 60 cm Körperlänge. Lebt alles fressend, meist in Gewässernähe, von Amphibien, Nagetieren, Fischen, Vogeleiern, Beeren und anderen Früchten und vielem mehr. Eher einzelgängerisch und fast völlig nachtaktiv, bewohnt er Höhlen in Baumstämmen und unter Wurzeln, aber klettert schlecht. Wandert seit Mitte des Jahrhunderts aus Osteuropa ein.

Tierparkfoto Olderdissen in Bielefeld

Ergänzungsinformation aus dem Magazin "Welt der Wunder"

Ich bin ein Brandenburger

Der Waschbär lebt in Nordamerika, der Marderhund in Ostasien...
Falsch! Beide fühlen sich auch in Brandenburg wohl und vermehren sich prächtig. Doch wie kommen sie dorthin? Der drollige Waschbär verdankt seine neue Heimat einem Bombentreffer aus dem Zweiten Weltkrieg. Der schlug genau in eine Pelztierfarm in Wolfshagen bei Straußberg ein. "Schnell weg", dachten sich 25 Bären und genießen seitdem ihren neuen Lebensraum: keine natürlichen Feinde (Wolf, Puma, Raubvögel) und reichlich Futter (allerlei Kleingetier). Nach der Wende gingen die letzten Pelztierfarmen pleite und auch die Fellgenossen Mink und Marderhund mussten nicht als Mäntel enden. Sie wurden ausgesetzt.
Nun droht Brandenburg eine pelzige Invasion. Niemand weiß, wie viele Nachkommen sich bereits um Berlin herum tummeln. Ein Forschungsprojekt für 242.000 Mark soll klären, ob die putzigen Tierchen eine Gefahr für die heimische Tierwelt bedeuten.

MAURITIUS/ROSING, BRITISH MUSEUM

Stadtinfo    

Bauen     Landschaft     Sport      Lustiges    Forum     Suche/Links     Übersicht