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Heino
Hauf erfasst seit 16 Jahren das Storchenaufkommen im Kreis.
Der Inhaber eines Bürsten und Pinselfachgeschäftes in Prenzlau und
Naturliebhaber führt darüber akribisch Statistik. So weist diese im
Jahr 1985 30 Paare, 1986 34 Paare, 1987 32 Paare, 1988 und 1989 je 33
Paare usw. aus.
Ab dem Jahr 1992 ist eine deutliche Zunahme zu erkennen, geschuldet
auch der Tatsache, dass die Ämter Brüssow und Lübbenow mit in die
Erfassung aufgenommen wurden.
Im Jahr 1992 zählt Heino Hauf 52 Paare, 1993 sind es 64 Paare, 1994
sind es 60.
In den Jahren zwischen 1994 und 1999 schwankt das Storchaufkommen
zwischen 56 und 60 Storchpaaren.
Im Schnitt wurden im Zeitraum 1992 bis 1999 108 Junge großgezogen.
All diese Fakten sind im Internet unter http://www.prenzlau.org
, der Hompage von Uwe Mirr aus Prenzlau, Computerfreak und
Storchenfreund, nachzulesen.
Nicht zufällig stellte Mirr die GroßvogelStatistik ins weltweite
Netz.
Jedes Dorf sei stolz auf seine Störche, und was ist mit der uckermärkischen
Kreisstadt? fragte er sich und beschloss, diesen Zustand zu ändern.
Prenzlau soll endlich wieder einen Storch vorzeigen können.
Nach einem Bericht im
„Uckermärkischen
Kurier“
aus dem Jahre 1939 über das Vorkommen des Weißen Storches wurden in
Prenzlau mit Alexanderhof 1939 3 Paare gezählt.
Standort Am Strom
Mit Heino Hauf machte Uwe Mirr einen Standort aus, wo ein Nest in
Prenzlau errichtet werden könnte.
Die Entscheidung fiel auf das Gebiet Am Strom.
Dann sei alles sehr schnell gegangen, lobte Mirr die große
Hilfsbereitschaft: die Metallbaufirma Kurt Schön lieferte das
Kreuzgestell, der Stromversorger e.dis den passenden Masten, den
Walter Henke und die Wohnbau GmbH heranschafften.
Metallbauer Ulrich Schablack kümmerte sich um die Befestigung,
Hartmut Wolf bohrte das Loch, Gerd Eymann und Alfred Boll schafften
sich am Aufsatz und dem Geflecht.
Und zu guter Letzt sicherte die Firma ElektroGottschalk mit ihrer
Hebebühne Pflegearbeiten ab.
Und dann begann das Warten.
Was sich zu Beginn alles auf dem Horst abspielte, hielt Uwe Mirr
genauestens fest. Eine spezielle Kamera liefert dafür auch Bilder.
Der Interneteintrag vom 3. Juli beispielsweise: „Nachdem
Paulchen gestern wegblieb, ist er heute wieder da, er sieht wieder
schmutzig aus (14 mm Regen).“
Jetzt arbeitet Uwe Mirr an einer verbesserten Fotoaufnahmetechnik und
hofft auch hier auf eine breite Unterstützung. Denn jeder, der online
ist, kann dann das Geschehen auf dem Prenzlauer Storchennest am
Bildschirm verfolgen. Seiner Kenntnis nach soll es das bundesweit
bisher nur dreimal geben.
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