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Wer schon
immer mal wissen wollte, was Störche den lieben, langen Tag so
treiben,
der ist auf der Internetseite des Prenzlauers Uwe Mirr richtig.
Dort kann man rund um die Uhr verfolgen, wie die Langschnäbel
klappern, balzen, tänzeln, sich begatten, ihr Heim putzen und vieles
mehr.
Wie das geht? Der 45-Jährige hat des Rätsels Lösung schnell parat:
„Ich
habe in unmittelbarer Nähe des Nestes eine Kamera, webcam genannt,
installiert.“
Bei jeder Bewegung im Storchenheim –
und automatisch alle fünf Minuten –
werden neue Bilder gemacht, übertragen und sofort ins Internet
gestellt –
Big Brother in der Tierwelt.
Gedacht für Tierfreunde, und alle, die es werden wollen.
Denn das können, wenn es nach Uwe Mirr ginge, gar nicht genug sein.
Für den überzeugten Tierfreund ist es mit der Übertragung der
Nestbilder allein noch nicht getan. Allabendlich verbringt er viel
Zeit damit, das umfangreiche Filmmaterial –
an manchen Tagen bis zu 8000 (!) Bilder –
zu sichten, zu bearbeiten und wertvolle Aufnahmen zu archivieren.
„Das
ist äußerst wichtig, schließlich sind das nach 56 Jahren wieder die
ersten Störche in der Stadt“,
vermeldet der Bauingenieur stolz.
Spaziergänger am Strom 82 - 85 können die Aktivitäten der Störche
auch live vor Ort beobachten, müssen also nicht zwangsläufig „Surfer“
sein.
Uwe Mirrs sehnlichster Wunsch ist übrigens, dass dort wieder eine
ruhige Spazierstrecke entsteht, zurzeit zeichne sich der Strom leider
nur durch Raserei aus.
www.prenzlau.org
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