Ellinger
Familie füttert Wintergast, der sich nach Blindow absetzt -
Experte
Hauf: Afrika-Gäste erst Ende März
Uckermark (EB/Monika Strehlow),
PZ
- Sa, 23. Februar 2002
Als vor einer Woche in Blindow der Storch landete, war die
Freude bei Familie Wagner und ihren Nachbarn groß (wir berichteten). Schließlich
sei "Schorschi" noch nie so früh wie in diesem Jahr auf seinem - wie
sie meinen - Heimathorst gelandet.
Der PZ-Bericht über die frühe Ankunft des Blindower Meister Adebar löste in
Ellingen eitel Freude aus. "Ich habe ihn gleich auf dem Foto erkannt.
Denn das ist unser Storch, den wir den Winter über gefüttert haben",
sprudelt es aus Gisela Fischer hervor. Ihr sei ein Stein vom Herzen gefallen.
Denn nach einer Kurzreise zu den Kindern nach Berlin hätten sie sich echte
Sorgen um ihren Wintergast gemacht, der sich Mitte November bei ihnen
einquartiert hatte. Und plötzlich tauchte er nicht mehr auf, wenn die Hausfrau
mit Futter lockte. "Wir dachten schon, es habe sich jemand an ihm
vergriffen, fragten bei den Nachbarn. Doch niemand wusste, wo er hin ist."
Auch Herbert Fischer hatte den Vogel ins Herz geschlossen. Zwar ist er mehr für
die Kaninchen zuständig, doch sorgte er auch fürs Futter des Storches.
"Herz, Lunge oder Abfälle von der Plus-Fleischerei in Prenzlau hat er
alles gefressen." Selbst Katzen- und Hundefutter verschmähte
"Hannes" nicht, wie Herbert Fischer berichtet. Vor den Katzen und dem
Hund auf dem Hof zeigte das Tier keine Angst, pickte schon mal nach einer Katze,
um sich am Eimer seinen Teil zu sichern.
Für Heino Hauf, Storchenbeauftragter des NABU-Kreisverbandes Prenzlau, ist
klar, dass es sich bei diesem Weißstorch - der auch schon in Güstower
Gemarkungen gesichtet wurde - um ein und dasselbe Tier handelt. "Er
stammt sicher nicht aus Afrika, eher schon aus einem Tierpark." Und solange
das halbwilde Tier gefüttert wird, kann er hier auch überwintern. "Die
ersten Störche aus Afrika kommen sicher erst Ende März."
--> ja das ist Paulchen der Störenfríed aus Güstow.