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Die Beringung ihres Nachwuchses Frieda erfolgte jetzt
durch den Storchenbeauftragten Heino Hauf.
Kurz nach 13 Uhr ging es mit Hilfe einer Hebebühne hinauf zum
Nest am Strom.
Die Firma Gottschalk stellte sie kostenlos zur Verfügung. Zunächst
blieb die Storchendame Paulina ruhig.
Erst als sich die Hebebühne dem Nest näherte, ergriff sie die
Flucht.
Ein wachsames Auge warf sie dennoch auf ihre Brut.
Die erst drei Wochen alte Frieda stellte sich, angesichts der
drohenden Gefahr durch den Storchenbeauftragten, tot
„Dies ist eine natürliche Schutzreaktion. Dem Kleinen fehlt
nichts“, erklärt Storchenexperte Heino Hauf.
Mit dem Kennzeichen „H 2939“ ist Frieda nun bei der
Vogelwacht Hiddensee registriert.
Der Jungstorch ist eines von drei aus dem Gelege.
Seine beiden Geschwister wurden bereits nach wenigen Wochen tot
aus dem Nest geborgen.
„Dies ist neben der schlechten Futterlage überwiegend dem
verregneten Wetter der letzten Wochen geschuldet.
Das Federkleid der Storchenjungen saugt sich mit Wasser voll und
verliert in der Endkonsequenz rapid an Wärme. Dies überstehen
leider nur die wenigsten Jungvögel“, informierte Heino Hauf
weiter.
Doch man sei froh, wenigstens einen Jungstorch über die Runden
gebracht zu haben.
Überhaupt ist dies erst der dritte Nachwuchs in der Stadt
Prenzlau seit 1945.
Bei einer normalen Entwicklung hat ein Storch eine
Lebenserwartung von etwa 20 Jahren.
In drei bis vier Wochen seien Friedas erste Flugversuche zu
erwarten, so Experte Uwe Mirr.
Wenige Tage später solle der Jungvogel dann flügge werden.
Zu Tausenden werde er sich mit Störchen, die keinen Erfolg beim
Brüten hatten oder Nichtbrüter sind, versammeln. Im Herbst
werde sich Frieda über die Türkei, Israel und Ägypten in sein
Winterquartier nach Tansania begeben. Ihn werde es mit höchster
Wahrscheinlichkeit nicht mehr nach Prenzlau ziehen.
Allein Storchenmännchen Paul wird auch im nächsten Jahr wieder
sein Sommerquartier „Am Strom“ aufschlagen,
so Uwe Mirr.
Schade sei daher aber, dass Einheimische den Tieren nur wenig
Beachtung schenken würden.
Der wichtigste Grund hierfür sei der ungünstige Zugang zum
Nest.
Nichtsdestotrotz würden sich Leute aus anderen Bundesländern
wegen der Störche auf den Weg nach Prenzlau machen.
Wer diesbezüglich mehr erfahren will, kann im Internet
nachlesen: www.prenzlau.org
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