| Schutzstatus des Weißstorches Ciconia ciconia im Land Brandenburg |
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Zudem handelt es sich um eine besonders geschützte Art auf Grund § 20a Abs. 1 Nr. 7b bb BNatschG. Der Weißstorch ist weiterhin eine Art nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG). Die Art ist sowohl in der Roten Liste der gefährdeten Tiere Deutschlands (BFN 1998) |
NABU startet
weltweite Zählung der Weissstörche 2004
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Der Naturschutzbund
NABU hat eine weltweite Erfassung der Weissstorchbestände gestartet.
Mit dem Internationalen Weißstorchzensus, so die offizielle Bezeichnung
dieses einmaligen Forschungsprojektes, sollen in diesem und kommenden
Jahr verlässliche Daten über die weltweite Populationsentwicklung
dieses beliebten Großvogels ermittelt werden. "Ein aktueller Überblick
ist notwendig, um die erfolgreiche Schutzarbeit der letzten Jahre
effektiv fortzuführen", sagte Projektleiter Kai-Michael Thomsen
vom Bergenhusener Michael-Otto-Institut im NABU, wo die Fäden dieser
internationalen Vogelzählung zusammenlaufen. Die Bestandserhebung, an
der sich in diesem Jahr Storchenschützer aus 38 Ländern in Europa,
Asien und Afrika beteiligen, wird alle zehn Jahre durchgeführt und
findet mittlerweile zum sechsten Mal statt.
1994/95 brüteten laut NABU weltweit etwa 166.000 Storchenpaare. Das waren 23 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. "Uns interessiert vor allem, ob sich die erfreuliche Aufwärtsentwicklung der letzten zehn Jahren fortgesetzt hat," so NABU-Storchenexperte Thomsen. Ein banger Blick der Storchenschützer richte sich aber auf die jüngst der EU beigetretenen Länder Osteuropas, wo mehr als die Hälfte der Weltpopulation des Weissstorches brüteten. In Zukunft sei zu befürchten, dass dort in die noch intakten Lebensräume des Weissstorches durch die EU-Agrarpolitik und Infrastrukturmaßnahmen erheblich eingegriffen werde. Die Folge wären Bestandseinbrüche, die nicht nur in Polen oder Tschechien bemerkbar wären. Auch auf die in Deutschland lebenden Störche würde eine solche Entwicklung zurückfallen, da die deutschen Populationen auf den Zuzug aus diesen Ländern angewiesen seien, erklärte Thomsen. Mit den Daten aus dem Weißstorchzensus können die Naturschützer in den kommenden Jahren zielgerichtete Aktivitäten zum Erhalt von Feuchtwiesen und Flussauen planen. Der Weißstorch diene laut NABU dabei als populäre Leitart für den Erhalt dieser Lebensräume, wovon dann auch viele andere bedrohte Arten profitieren würden. Vor Ort koordinieren die Partnerorganisationen des weltweiten Netzwerks von BirdLife International die nationalen Zählungen und senden die ermittelten Daten nach Bergenhusen. Wenn im Herbst die ersten Daten vorliegen, kann dort die Auswertung beginnen. "Wie es genau um den Weissstorch steht, wissen wir nach der Auswertung der letzten Ergebnisse Ende nächsten Jahres", so NABU-Weißstorchexperte Thomsen. |